Mihaly Csikszentmihalyi: Flow, das Geheimnis des Glücks (auf TED)

Mihaly Csikszentmihalyi spricht bei TED über “Flow” – Seine Forschungen haben mich immer schon fasziniert, insbesondere im Zusammenhang mit kreativen Prozessen und Spiel. Die Flow-Theorie stellt meiner Meinung nach die „bessere“ Spieltheorie dar. Hier erklärt er sie in einer kurzen Zusammenfassung (Untertitel in vielen Sprachen wählbar).

27. November 2014 von radunz
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Ich habe vergessen den Hamster auszutauschen

Besuch der Ausstellung Nature after Nature im Fridericianum

Wir stehen vor einer Wildschweinkule, an einem Ort, wie sie niemand erwartet hätte: Sie ist Bestandteil der Ausstellung „Nature after Nature“ im Museum Fridericianum. Als Kunst abgegossen steht sie nun auf vier Beinen und wir bestaunen das, was wir zuvor vielleicht nur als Dreck wahrgenommen hatten. – Wir, das ist eine Gruppe aus Mitarbeitern und Klienten der Sozialtherapie, sowie Akteuren des Theater Chaosium – die Idee sich einmal mehr mit Gegenwartskunst auseinander zu setzen, haben wir aus der Documenta mitgenommen. Susanne Jakubczyk, unsere Kunstbegleiterin an diesem Tag, hatte uns auch schon durch die Weltausstellung begleitet. Sie erklärt uns die Kunst nicht, vielmehr regt sie Diskussionen darüber an, was wir sehen und bringt immer wieder ihr Hintergrundwissen ein, um für mehr Verständnis zu sorgen.
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27. August 2014 von radunz
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30 Sekunden

Gerade hatten wir Wochenendprobe mit dem Theater Chaosium. Nun sitzen alle alleine zuhause vor dem Fernseher und jeder ist aufgeregt wie vor einem Auftritt. Es ist Sonntag 19:28 Uhr. Thomas Gottschalk taucht auf dem Bildschirm auf: „… beim Theater Chaosium aus Kassel erarbeiten Schauspieler mit und ohne Psychiatrieerfahrung gemeinsam ihre Stücke …“ es wirkt irgendwie surreal, wenn man die eigene Gruppenbeschreibung aus dem Mund eines berühmten TV-Moderators hört. Es folgen die 30 Sekunden auf die wir alle hingefiebert haben: „Aktion Mensch bedeutet für mich, wieder in die Realität zurückzufinden …“ Weiterlesen →

15. Mai 2011 von radunz
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Improspiele bis zum Abwinken

Inspiriert durch einen kleinen Workshop, bei dem die Teilnehmer hauptsächlich Improspiele machen wollten, habe ich mich mal wieder auf die Suche begeben, was es im Netz dazu alles gibt. Zuerst stieß ich auf das Improtheater Zapalot auf dessen Seiten findet sich eine recht vielfälltige Sammlung an Spielen, Impro-Übungen etc.. Diese Sammlung kann auch von der Seite impro-theater.de als pdf heruntergeladen werden.
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06. Juli 2010 von radunz
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noch mehr Spiele

Eine weitere (noch sehr kleine) Spiele-Datenbank mit einigen Aufwärmspielen: anschuggerle.de. Viel Spaß beim ausprobieren.

03. August 2007 von radunz
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Spielesammlung

Eine Spielesammlung mit über 2000 Spielen habe ich heute hier entdeckt: praxis-jugendarbeit.de
Bin noch nicht zu einer ausführlichen Recherche auf den Seiten gekommen – scheint aber recht brauchbar und vielfältig zu sein.

24. Juli 2007 von radunz
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Personnages [madness & arts]

Madness & arts Festival Münster, Samstag 06.05.2006, Theater im Pumpenhaus

In eine Probe am Theater (in diesem Falle nur der Regisseur mit einer fiktiven Person am Licht) platzen sechs Personen auf der Suche nach einem Menschen, der ihnen die Möglichkeit des Auflebens und der Daseinsberechtigung bietet. Pirandellos Farce „Sechs Personen suchen einen Autor“ wird von der Compagnie de l’Oiseau-Mouche aus Roubaix (Frankreich) sehr tänzerisch, poetisch und aufs Wesentliche reduziert umgesetzt.

Wie Hänsel und Gretel Spuren hinterlassend, tauchen die sechs im Theater auf, Kieselsteine zeichnen den Weg. Sie alle haben Mund, Zunge, Augen, Ohren etc. alles dran nur niemand füllt ihre Existenz mit Sinn. So tanzen sie um ihr Leben. Blecheimer gefüllt mit den restlichen Kieselsteine werden zu Rhythmusmaschinen, eine Staubwolke füllt den Raum…

Später ist der Boden, das Theater mit all den Steinen bedeckt und dem Regisseur ist alles zu verrückt: „Ein Schauspieler braucht ein Textbuch!“. Er zeigt ihnen wo es lang geht, seine Vision von Theater: an Gummiseilen hängend sagen sie immer wieder seinen Text auf und vollführen seine Bewegungen, bis sie erschöpft am Boden liegen.

Am Ende zeichnen den Tatort Theater die Kreideumrisse der Personen… sie haben Spuren hinterlassen.

Schnell wird dieses, durch Tanz und Poesie bestechende Stück zur Frage nach der Daseinsberechtigung nicht nur als Künstler sondern viel mehr als Mensch, als „unfertiger“ Mensch und eben auch als Mensch mit Behinderungen. Und schnell wird klar diese sechs haben viel zu bieten, egal wie unfertig sie sein mögen…

10. Mai 2006 von
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open-space-project [madness & arts]

Madness & arts Festival Münster, Samstag 06.05.2006, Theater im Pumpenhaus

„Hamlet, hast du deine Medizin genommen?“ – unter diesem Motto schauen die ca. 40 Zuschauer dem open-space-projekt zu, werden selbst Teil des Ganzen. Wir alle tragen goldene Königsmasken, genau wie die Spieler/innen.

Zuvor wurden Proben per Video festgehalten, Tonaufnahmen in unterschiedlichen Sprachen gemacht. All das wird Teil der Inszenierung: Videoprojektionen, Text vom Band, das Spiel im Raum und schließlich auch die Zuschauer, jetzt ebenso im Raum anwesend.

Wer hier ein klassisches Theater erwartet hat, wird sicher enttäuscht. Vielmehr ist es ein Spiel mit den Möglichkeiten. Hier spielt niemand Theater, es hat mehr von einem kindlichen darstellenden Spiel, einem kurzen in die Rolle schlüpfen, gepaart mit multimedialen Elementen. Nicht immer kann ich als Außenstehender folgen, manches verschwindet im Chaos. Doch alle Beteiligten sind anwesend: Mancher, in Polen gebliebener, ist als Projektion zu sehen, manch anderer ausgefallener Spieler als Stimme zu hören. Dieses Experiment ist sicher eigenwillig, verfolgt jedoch einen Arbeits(Spiel)ansatz, mit dem vieles möglich ist.

10. Mai 2006 von
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global madness

Heute Nacht kam ich frisch vom „madness & arts“ Festival zurück, voller Eindrücke und guter Stimmung. Die Atmosphäre auf dem Festival war total angenehm und ich habe mich ein bisschen geärgert nicht schon Tage vorher hingefahren zu sein.

Sehr unterschiedliche Gruppen aus Europa und der ganzen Welt hatten sich hier zusammen gefunden. Alle vereinte die Auseinandersetzung mit dem Thema Psychiatrie und/oder Behinderung. An allen präsentierten Stücken waren Menschen mit Psychoseerfahrungen und/oder Behinderungen beteiligt. Allen Gruppen war der Focus auf das Theaterspielen eigen, der Blick weg von Defiziten hin zu Fähigkeiten, Möglichkeiten und Ressourcen.

Dem Symposium der Spieler/innen, dem „Blick von Innen“ vernahm ich, die Theaterarbeit bietet jedem die Chance als vollwertig angenommen zu werden, als Künstler und Schauspieler wahrgenommen und beachtet zu werden. Ängstlichen Ärzten zum Trotz wird diese Arbeit als Kraftpool, mitunter Lebensinhalt statt als Rückfallpotenzial gesehen.

Mein Kompliment gilt den Festivalorganisatoren, voran Manfred Kerklau und Paula Artkamp, den vielen helfenden Händen, insbesondere auch dem Theater im Pumpenhaus, die (wie ich es dort auch nie anders erlebt habe) große Flexibilität und Professionalität beweisen. Mein Kompliment gilt aber vor allem allen beteiligten Gruppen, die bewiesen haben, dass die „global madness“ ein leuchtender, schillernder Stern sein kann.

In den nächsten Blogbeiträgen folgen weitere Eindrücke und Gedanken zu den von mir besuchten Stücken und Produktionen auf dem Festival.

08. Mai 2006 von
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Störche und Pinguine [Spiel]

„Störche und Pinguine“ ist eine Art Katz und Maus Spiel. Anfangs gibt es einen Storch und der Rest der Gruppe sind Pinguine. Die Pinguine bewegen sich wie solche (z.B.: Tippelschritte, die Beine dürfen nicht auseinander, die Arme liegen an und die Hände sind angespreitzt). Der Storch bewegt sich wie ein großer steifer Storch, wobei die Arme den Schnabel darstellen (entweder mit steifen Knien große Schritte machen oder bei jedem Schritt das Knie so hoch wie möglich, dann ausstrecken und absetzen – wichtig ist, den Gang zu verlangsamen. Der Schnabel, in diesem Falle die Arme, gehen immer auf und zu).

Der Storch muss nun die Pinguine fangen und mit dem Schnabel beißen, die verwandeln sich dann auch in Störche (das ist eines dieser komischen Gesetzte wider die Biologie) und fangen fleißig mit ihre ehemaligen Artgenossen.

Ein herrlich albernes Spiel, was viel Spaß macht.

13. April 2006 von
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