global madness

Heute Nacht kam ich frisch vom „madness & arts“ Festival zurück, voller Eindrücke und guter Stimmung. Die Atmosphäre auf dem Festival war total angenehm und ich habe mich ein bisschen geärgert nicht schon Tage vorher hingefahren zu sein.

Sehr unterschiedliche Gruppen aus Europa und der ganzen Welt hatten sich hier zusammen gefunden. Alle vereinte die Auseinandersetzung mit dem Thema Psychiatrie und/oder Behinderung. An allen präsentierten Stücken waren Menschen mit Psychoseerfahrungen und/oder Behinderungen beteiligt. Allen Gruppen war der Focus auf das Theaterspielen eigen, der Blick weg von Defiziten hin zu Fähigkeiten, Möglichkeiten und Ressourcen.

Dem Symposium der Spieler/innen, dem „Blick von Innen“ vernahm ich, die Theaterarbeit bietet jedem die Chance als vollwertig angenommen zu werden, als Künstler und Schauspieler wahrgenommen und beachtet zu werden. Ängstlichen Ärzten zum Trotz wird diese Arbeit als Kraftpool, mitunter Lebensinhalt statt als Rückfallpotenzial gesehen.

Mein Kompliment gilt den Festivalorganisatoren, voran Manfred Kerklau und Paula Artkamp, den vielen helfenden Händen, insbesondere auch dem Theater im Pumpenhaus, die (wie ich es dort auch nie anders erlebt habe) große Flexibilität und Professionalität beweisen. Mein Kompliment gilt aber vor allem allen beteiligten Gruppen, die bewiesen haben, dass die „global madness“ ein leuchtender, schillernder Stern sein kann.

In den nächsten Blogbeiträgen folgen weitere Eindrücke und Gedanken zu den von mir besuchten Stücken und Produktionen auf dem Festival.

08. Mai 2006 von
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